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Beamte gelten in den Augen weiter Teile der Bevölkerung im Alltag als privilegiert. Ein Zustand, der sich auch im Alter fortsetzt. Schließlich erhalten Beamte auch nach dem Wechsel in den Ruhestand einen nicht unerheblichen Teil ihrer Bezüge weiter. Dass Beamte 75 Prozent der letzten Bezüge nach dem 65. Lebensjahr in der Tasche haben, ist allerdings ein Mythos.
Auch bei den Beamten hat der Dienstherr in der Vergangenheit den Rotstift angesetzt. So ist allein die Höhe des Höchstversorgungssatzes in der Vergangenheit gesunken – auf 71,75 Prozent. Dies hat natürlich Folgen und bei vielen Betroffenen die Erkenntnis heranreifen lassen, privat aktiv werden zu müssen.
Denn die Kosten im Alter sind keineswegs zu vernachlässigen. Ruhestandsbeamte müssen weiterhin ihren Beitrag zur Krankenversicherung leisten und Bezüge werden besteuert. Wie können Beamte für´s Alter vorsorgen?
Private Altersvorsorge für Beamte
Aufgrund der Kürzungen, welche Beamte im Ruhestand erwarten, bemühen sich immer mehr Staatsdiener um eine adäquate private Alternative. Aktuelle Studien und Umfragen untermauern die These, dass inzwischen auch Beamte für den Ruhestand Geld beiseitelegen. Aus dem Blickwinkel der privaten Altersvorsorge gelten für Beamte ähnliche Spielregeln wie für Angestellte. Grundsätzlich bieten sich drei wesentliche Säulen als Basis der privaten Altersvorsorge an.
Die Riester-Rente
In Analogie zu Arbeitnehmern können Beamte, Richter und Beihilfeberechtigte eine Riester-Rente abschließen und sich die Altersvorsorge durch den Staat fördern lassen. Werden in einen Riester-Vertrag die notwendigen Beitragszahlungen geleistet (Sockelbeitrag v. 60 EUR bzw. vier Prozent des Vorjahresverdienstes), können die vollen staatlichen Zulagen in Anspruch genommen werden.
Diese liegen aktuell bei 154 EUR pro Erwachsenen und erhöhen sich pro Kind um 185 EUR (für Kinder aus den Jahren vor Ende 2007) bzw. 300 EUR für Kinder, die nach dem Jahreswechsel 2007/2008 geboren worden. Die Einzahlung in einen Riester-Vertrag lohnt sich nicht nur unter Berücksichtigung der Zulagen, die vom Staat ausgeschüttet werden. Auch die Tatsache, dass die Riester-Rente Beamten beim Hausbau hilft, macht diese Form der Altersvorsorge nicht unattraktiv.
Basis- oder Rürup-Rente
Eine weitere Form der privaten Altersvorsorge hat in der Vergangenheit insbesondere aus einem Grund an Beliebtheit gewonnen – die Basisrente oder Rürup-Rente. Sie gibt Beamten die Chance, während der Ansparphase Beiträge steuermindernd gelten zu machen. Grundlage ist das Alterseinkünftegesetz. Ab 2025 können bis 20.000 EUR 100 Prozent der Beiträge angesetzt werden, sind in der Auszahlungsphase aber dem persönlichen Steuersatz unterworfen.
Die letzte Variante der Altersvorsorge für Beamte wären private Renten- oder Lebensversicherung. Hier kommt es auf den Einzelfall an, welche Vertragsvariante die meisten Vorteile bietet.
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